Joachim Kuhn, heute praktisch vergessen, besorgt den Sprengstoff, mit dem die Männer des 20. Juli vergeblich versuchen, Hitler in die Luft zu sprengen. Er ist 1943 eine Schlüsselfigur in der Tresckow-Stauffenberg-Verschwörung. Nach dem gescheiterten Attentat gerät er an der Ostfront in sowjetische Gefangenschaft. Die nächsten elf Jahre verbringt er in Kerkerhaft. Als er 1956 in die Bundesrepublik abgeschoben wird, ist er ein gebrochener Mann. Seine Gesuche auf Entschädigung werden von deutschen Behörden abgelehnt. Die letzten Jahre bis zu seinem Tod verbringt er einsam und krank in beengten Verhältnissen. Peter Hoffmann hat die bewegende Geschichte des Mannes, der zum Opfer von zwei Diktaturen wurde, rekonstruiert und dem vergessenen Helden ein Denkmal gesetzt.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
23.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Sehr emotional
Mein Fazit:
" Stauffenbergs Freund " ist eine spannende und tragische Geschichte über zwei Männer, die eigentlich total unterschiedlich vom Charakter waren.
Nach der ersten Seite war ich total überrascht.
Der Vater von J. Kuhn – Arthur Julius Kuhn (geb. 1883 in Cottbus) – war Maschinenbauingenieur und Patentanwalt, sowie sein Großvater und Urgroßvater, Fleischermeister in Cottbus waren. Und das in meiner Heimatstadt. Natürlich habe ich gleich recherchiert, aber nicht viel gefunden.
Stauffenberg und Kuhn lernten sich im Sommer 1942 kennen, mitten im Kriegsgeschehen, in dem Stauffenberg schon länger das Attentat auf Hitler plante. Indem er auf die Greueltaten durch die SS aufmerksam machen wollte, mit dem Ziel: Aufklärung, zu welchen Taten die Nazis fähig waren und wie man die Konzentrationslager und die Überlebenden befreien könnte. Ein mutiger Schritt in der damaligen Zeit. Kuhn war sofort begeistert von diesem jungen Mann und wollte helfen. Kuhn war maßgeblich daran beteiligt, den Sprengstoff, der für das Attentat auf Hitler benutzt wurde, zu organisieren. Wenn das Attentat funktioniert hätte, wie viele Leben es gerettet hätte …
Der Schreibstil des Autors ist gut, in einfachen Worten verfasst und die Hintergründe der Story gut recherchiert. Die Lebensgeschichte von Joachim Kuhn kommt für mich leider zu kurz, da hätte ich mir mehr Erlebnisse gewünscht.
Die geschichtlichen Daten werden dagegen sehr ausführlich behandelt, was natürlich auch spannend ist, für die Leser, die sich für den Zweiten Weltkrieg interessieren.
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